Das Hallux-News-Loch der letzten Tage hat seinen Ursprung mal wieder im schon beschriebenen Post “Weiße Blätter ” vor einiger Zeit. Mehr muss ich dazu eigentlich nicht erwähnen, bis auf dass mich A. wieder aufgerüttelt hat…(.Hallux grüßt Hallux und Danke.) Dennoch, ich ahne, diese “Weiße Blätter” Tage werden vermutlich mehr werden in nächster Zeit, meinem Hallux und Kameraden geht es gut und ab nächster Woche werde ich wieder arbeiten gehen bzw. humpeln.
Heute habe ich bereits das zweite Mal vergessen, beim Aufstehen den Schuh anzuziehen, als wollte ich mal eben los laufen. Und damit ist wohl die dritte Phase dieser Halluxeria erreicht, die man als Patient zu durchlaufen hat. Sie besteht in erster Linie aus dem Gefühl “ja, ich habe einen Fuß, der sich anders anfühlt als der andere, soz. existenter als der andere und mal mehr mal weniger unangenehm. Also alles schon besser als die Phase 1 und 2…, aber der große Nachteil an dieser Phase…- es dauuuuuuert… , es dauuuuuuuuuuuuuuuuuuert… ! Bis man dann mal wieder joggen könnte ohne ein merkwürdiges Gefühl dabei zu haben, ob das jetzt richtig ist, was man da gerade tut. ..?
Was einem aber auch noch am ersten Teil dieser Phase – der sog. “Klumpschuh-Trag-Phase” auf den Keks geht….diese Blicke….
wenn man z.B. beim über die Straße laufen von den Bauarbeitern nicht mehr aufgrund der blonden Haare wahr genommen wird sondern wegen eines “Irgendwas stimmt nicht an diesem Laufschritt”-Gedanken in deren Köpfen angestarrt wird. Die Blicke wandern umgehend direkt Richtung Schuh und verharren einen Moment länger darauf als würden sie überlegen, was denn der Hintergrund für das Tragen eines so eigentümlichen Schuhwerks sein könnte. Und das passiert einem dann natürlich überall….
Daher vorbeugend für alle Noch Hallux-Neulinge unter Euch.. – dieser Schuh ist rabenschwarz, häßlich, groß und breit, Socken schauen vorne raus und der Vorderfuß schaut in 45 Grad Winkel Richtung Himmel. Nur damit Ihr es jetzt wisst und wenn Euch so ein Schuh in der U-Bahn begegnet und Ihr der Besitzerin (sind ja meistens Frauen) statt fragend jetzt verständnisvoll zunicken könnt. Ihr Männer könnt ja meinetwegen noch ein verständnisvolles “Mmh., Hallux, oder?” dran hängen, wenn sie ANSONSTEN attraktiv ist und schon habt Ihr ein Gesprächsthema für den Rest der U-Bahnfahrt.
. Ja, so ein Hallux hat auch seine Vorteile.. – mir fallen immer mehr ein.. aber dazu komme ich mal in einem anderen Blog. Es fällt mir leichter, den zu schreiben, wenn ich alles hinter mir habe.
Mittlerweile erhielt ich zwei mündliche Bekennerschreiben (genau, von Männern) der eine, dass er davon noch nie etwas gehört habe und der andere, dass er beim Bummel durch die Stadt doch nach Lesen meines Blogs gleich besonders aufmerksam geworden sei auf das große Plakat in der Apotheke vor ihm. Es berichtete ausführlich über eine der gegenwärtigen Volkskrankheiten – den Hallux -. Das ist doch auch was, dachte ich dann, wenn ich mit meinem Blog auch indirekt ein bisschen was zur allgemeinen Aufklärung von vorfüßlichen Mißständen in der Bevölkerung beitragen kann, oder?
Und den Rest hebe ich mir für die nächsten weißen Blätter auf… – nur noch ein Schwankerl zum Schluss, auch wenn der mal so gar nichts mit unserem Blog-Thema zu tun hat.
Ich: Töchterchen, weißt Du eigentlich, wie die Straße heißt, in der wir wohnen?
Sie: nein.
Ich: Schubertstrasse
Sie: und der Nachname?
Ich (lach): Straßennamen haben keine Nachnamen.
Sie: Mmhh.
Ich: Mmhh
Ich: (nach grübeln): oder meinst Du vielleicht “vierundfünfzig” ?
Sie: Ja genau, den meine ich.
Ich: Aaaaah…..!
Wer es also bis heute noch nicht wußte:… Straßen HABEN Nachnamen!
Eine gute Zeit!
Persephone